Über die Postleitzahl 83122
Östlich des Inns, im hügeligen Voralpenland des Chiemgaus, liegt die Gemeinde Samerberg, deren Verwaltung trotz des Namens im Gemeindeteil Törwang sitzt – einen Ort namens Samerberg selbst gibt es nicht. Der Name geht auf die Säumer zurück, die seit dem Mittelalter mit Packpferden über einen Weg auf dem Berg Salz aus dem Berchtesgadener und Reichenhaller Raum sowie andere Waren beförderten. Erst 1970 entstand die heutige Gemeinde durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Orte Grainbach, Roßholzen, Steinkirchen und Törwang, nachdem sich 1969 in einer Volksbefragung 88 Prozent der Wähler dafür ausgesprochen hatten.
Die Ortsteile liegen weit verstreut auf einem Hochplateau zwischen etwa 600 und 900 Metern Höhe, im Südosten von der Hochriesgruppe flankiert. Die 1569 Meter hohe Hochries ist zugleich höchster Berg und beliebtestes Wanderziel der Gegend, mit Wegen und der Hochrieshütte des Alpenvereins. Roßholzen, als „Hrossulza“ bereits vor 798 erwähnt, besaß die erste Kirche und Pfarrei am Samerberg. Bedeutsam sind zudem die Streuwiesen und Quellmoore der Gemeinde, Lebensraum für gefährdete Pflanzen wie Orchideen und Enziane, die der Naturlehrpfad „Samerberger Filze“ erschließt.
Auf 33,3 km² zählt die Postleitzahl 2.771 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 83 je km². Straßen verbinden Samerberg mit Nußdorf am Inn, Rohrdorf und Frasdorf, benachbart liegt zudem Neubeuern.