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Aschau im Chiemgau liegt im Landkreis Rosenheim, überragt von der 1669 Meter hohen Kampenwand und dem mittelalterlichen Schloss Hohenaschau, das seit dem 12. Jahrhundert im Priental thront. Die Gemeinde besteht aus den beiden Hauptorten Aschau und Sachrang und ist seit der Eingliederung Sachrangs 1978 flächenmäßig die größte Gemeinde des Landkreises Rosenheim.
Errichtet wurde die Burg gegen Ende des 12. Jahrhunderts von den Brüdern Konrad und Arnold von Hirnsberg im oberen Priental. Das Gebiet gehörte seit 891 dem Erzstift Salzburg, ehe die dortigen Besitzungen um 1158 in die Vogtei der Grafen von Falkenstein-Neuburg übergingen. Die späteren Herren von Hohenaschau, die Familien Freyberg und Preysing, behielten bis zur Mediatisierung 1803 eigene Hoheitsrechte wie die Hoch- und Blutgerichtsbarkeit.
Sachrang zählte zum Dotationsgut des 1215 gegründeten Bistums Chiemsee, einem Salzburger Suffragan-Bistum. Im 13. Jahrhundert ließ der Salzburger Rüdiger von Walchen dort eine Befestigung samt Turm errichten, die bayerische Herzöge aber bald wieder abreißen ließen, weil sie den Bau auf Aschauer Gebiet für unrechtmäßig hielten. 1529 kaufte sich die Adelsfamilie Freyberg, die zuvor vom Bischof mit Sachrang belehnt worden war, die vollen Rechte am Ort; damit endete die kirchliche Herrschaft über den Ort.
Heute dient das Schloss als Ferienwohnheim der Bundesfinanzverwaltung, dazu gehört das Prientalmuseum. Die Kampenwandbahn führt hinauf zur Kampenwand, in Sachrang erinnert das Müllner-Peter-Museum an frühere Zeiten, und die Chiemgaubahn verbindet Aschau mit Prien am Chiemsee. Auf 79,3 km² leben 5.153 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 65 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Frasdorf, Bernau am Chiemsee und Schleching, die Vorwahl ist 08052.