Über die Postleitzahl 83126
Am Fuß von Großem und Kleinem Madron liegt das Pfarrdorf Flintsbach am Inn im Landkreis Rosenheim, dessen Siedlungsschwerpunkt fast an den der nördlichen Nachbargemeinde Brannenburg heranreicht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 986 als „Flinsbach“, benannt nach dem mittelhochdeutschen Wort für Kiesel oder Felsgestein; im Mittelalter war daneben auch der Name Wolfsgrup gebräuchlich. Um 1165 erscheint Flintsbach im Falkensteiner Codex als Hauptort der Grafen von Falkenstein, eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter Südostbayerns mit Besitzungen bis in den Wiener Wald.
Bis heute zeugen die Burgruinen Ober-Falkenstein, Unter-Falkenstein und Kirnstein von dieser Zeit. Seit 1970 ist Flintsbach staatlich anerkannter Luftkurort, 1986 feierte die Gemeinde 1000 Jahre Siedlungsgeschichte. Zu den Besonderheiten zählt die Hohe Asten, eine nur zu Fuß erreichbare Bergbauernsiedlung, in der mit 1106 Metern der höchstgelegene ganzjährig bewirtschaftete Bauernhof Deutschlands liegt. Sehenswert sind zudem der Philosophenfall und die Wolfsschlucht, zwei 30 beziehungsweise 40 Meter hohe Wasserfälle, sowie ein zweitältestes Volkstheater Deutschlands.
Auf 31,2 km² zählt die Postleitzahl 2.890 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 93 je km². Die Bundesautobahn 93 führt durch die Gemeinde, benachbart liegen Oberaudorf, Brannenburg und Nußdorf am Inn.