Über die Postleitzahl 83098
Am nördlichen Alpenrand im Inntal, am Fuß von Hochsalwand und Riesenkopf, liegt die Gemeinde Brannenburg im Landkreis Rosenheim. Ihr Name geht auf eine Brandrodung zurück, mit der einst Platz für die Ansiedlung geschaffen wurde – ein Motiv, das sich bis heute im Gemeindewappen findet. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort zwischen 993 und 1000; ihre heutige Ausdehnung erhielt die Gemeinde 1971 mit der Eingliederung von Degerndorf, wo sich seither das Rathaus befindet, und 1978 mit der Eingemeindung von Großbrannenberg.
Um 1800 hielt sich in Brannenburg eine bedeutende Künstlerkolonie auf, zu der unter anderen die Maler Carl Rottmann, Carl Spitzweg und Wilhelm Busch zählten. 1912 eröffnete mit der Wendelsteinbahn die älteste Zahnradbahn Bayerns, die bis heute von Brannenburg aus auf den Wendelstein hinaufführt. Im Ortsteil Degerndorf prägt die Biber das Landschaftsbild, ein rund 40 Meter hohes Nagelfluh-Massiv, auf dem die Wallfahrtskirche St. Maria Magdalena steht. Ein Bergrutsch im August 1851 riss im Ortsteil Gmain mehrere Häuser mit sich.
Auf 33,6 km² zählt die Postleitzahl 6.459 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 192 je km². Brannenburg liegt an der Bahnstrecke Rosenheim–Kufstein und der Inntalautobahn A 93, benachbart sind unter anderem Raubling, Oberaudorf und Neubeuern.