Über die Postleitzahl 83257
Gstadt am Chiemsee liegt am See im Landkreis Rosenheim und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee. Zur Gemeinde zählen Ortsteile wie Gollenshausen, Aisching und Weingarten.
Seit seiner Gründung unterstand der Ort dem reichsunmittelbaren Kloster Frauenchiemsee. Zwischen etwa 1750 und der Säkularisation 1803 war er sogar eine eigene Hofmark des Klosters, ehe die bayerische Verwaltung übernahm und Gstadt 1818 eine selbständige Gemeinde wurde. Die Zuständigkeit wechselte danach mehrfach: zunächst zum Landgericht Trostberg, ab 1862 zum neuen Bezirksamt Traunstein, und erst seit 1900 gehört der Ort zum heutigen Landkreis Rosenheim.
Im Ortsteil Gollenshausen zeigt das bayerische Urkataster der 1810er Jahre ein Dorf mit sieben Herdstellen und einem ummauerten Friedhof um die Kirche. Die dortige Pfarrkirche St. Simon und Judas wird 1313 erstmals urkundlich genannt, erhielt um 1500 ein gotisches Gewölbe und Fresken an der Außenwand, von denen ein barocker Portalbau von 1721 einen Teil verdeckt.
Von Gstadts Anlegestelle verkehren Chiemsee-Schiffe regelmäßig zu den Inseln Herrenchiemsee und Frauenchiemsee. Auf 10,6 km² leben 1.088 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 102 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Eggstätt, Prien am Chiemsee, Breitbrunn am Chiemsee und Seeon-Seebruck, die Vorwahl ist 08054.