Über die Postleitzahl 83209
Prien am Chiemsee, ein Markt im Landkreis Rosenheim, liegt am Ufer des größten bayerischen Sees – ein beträchtlicher Teil der Postleitzahl liegt sogar auf dessen Wasserfläche. Dazu gehört auch die kleine Gemeinde Chiemsee mit der Insel, auf der das Königsschloss Herrenchiemsee steht. Zum Markt zählen Ortsteile wie Urschalling, Osternach und Prutdorf.
Der Name Prien geht vermutlich auf das keltische Brīvena, „Brückenort“, zurück; im Ortsteil Trautersdorf fanden sich Spuren einer römischen Siedlung. Der Ort selbst entstand um 1158 als Verwaltungssitz der Grafen von Falkenstein und wurde später Teil der Herrschaften Wildenwart und Hohenaschau, ehe er 1818 eine eigenständige Gemeinde wurde.
Mit der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg 1860 und der Öffnung des Königsschlosses Herrenchiemsee für Besucher 1886 begann der Fremdenverkehr; 1897 erhielt Prien das Marktrecht. Seit 1887 verbindet die schmalspurige Chiemsee-Bahn den Bahnhof mit dem Hafen in Prien-Stock, streckenweise noch mit einer Dampflok aus jenem Jahr. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand hier im August 1945 die erste freie Kunstausstellung Deutschlands nach der NS-Zeit statt.
Der Fremdenverkehr prägt den Ort bis heute, ergänzt durch Kliniken wie ein RoMed-Krankenhaus und den Sitz der Schön-Klinik-Gruppe; 2003 entstand hier aus einem Schülerprojekt die Regionalwährung Chiemgauer. Auf 40,0 km² kommen 10.667 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 266 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Rimsting, Breitbrunn und Gstadt am Chiemsee, die Vorwahl ist 08051.