Über die Postleitzahl 84171
Zwischen der Großen und der Kleinen Vils, südlich von Landshut, liegt die kleine Gemeinde Baierbach, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen im Landkreis Landshut. Sie umfasst fast die gesamte Postleitzahl 84171 und besteht neben dem Hauptort aus zahlreichen Weilern wie Aich, Fahring und St. Theobald.
Bereits zwischen 857 und 864 tauschte Bischof Anno von Freising eine Kirche „in Purgipach“ – ein Name, der auf eine frühere Burg hindeutet – gegen einen Hof in Schweinbach ein; da es sich um Königsgut handelte, brauchte es dafür die Zustimmung des fränkischen Königs. Im 10. Jahrhundert ging der Besitz an das Kloster Niedermünster in Regensburg. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte der Ort als eine von fünf Obmannschaften zur Reichsherrschaft der Freiherren von Fraunhofen, deren Reichsunmittelbarkeit vom Kurfürstentum Bayern zeitlebens bestritten wurde. Der heutige Ortsname Baierbach setzte sich erst 1811 durch, zuvor waren Schreibweisen wie Pewrpach oder Beurbach gebräuchlich. Die Pfarrkirche St. Andreas, spätgotisch geprägt, geht auf die Jahre nach 1450 zurück, die Nebenkirche Unsere Liebe Frau aus derselben Zeit birgt Schnitzwerk des Bildhauers Christian Jorhan senior, entstanden um 1760.
2014 wurde Baierbach im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für seine Biotop-Gestaltung ausgezeichnet, die Gemeinde ist seit 2011 schuldenfrei. 784 Menschen leben auf 16,7 km², das sind 47 je Quadratkilometer. Nachbarorte der umliegenden Postleitzahlen sind Geisenhausen, Altfraunhofen und Vilsheim.