Über die Postleitzahl 84144
Zwischen Landshut und Vilsbiburg, im Kleinen Vilstal, liegt der Markt Geisenhausen, der fast das gesamte Gebiet der Postleitzahl 84144 im Landkreis Landshut einnimmt. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort die früher selbstständigen Orte Diemannskirchen, Holzhausen und Salksdorf sowie zahlreiche kleinere Weiler wie Feldkirchen, Helmsdorf und Allmannsberg.
Ein erster Hinweis auf „Gisinhusa“ findet sich 980 in den Annalen des Domkapitels Augsburg, das seinen Besitz zunächst durch die Grafen von Steffling und später durch die Herren von Fraunhofen verwalten ließ. Das Marktrecht erhielt Geisenhausen bereits 1327. Mehrere Brände, zuletzt 1635, 1640 und 1648 während des Dreißigjährigen Krieges, prägten die frühe Geschichte des Ortes; der Barockdichter Andreas Mayr schilderte diese Zeit in drastischen Versen. Die spätgotische Pfarrkirche St. Martin, ab 1477 von Meistern der Landshuter Bauhütte errichtet und an die gleichnamige Kirche in Landshut erinnernd, wurde 1688 barockisiert und zwischen 1852 und 1870 regotisiert.
Erst spät im 19. Jahrhundert kamen zur bäuerlich geprägten Wirtschaft Handwerksbetriebe und Fabriken hinzu, darunter 1875 die Leder- und Schäftefabrik Dräxlmaier. Bis heute hat die Firma Pöschl Tabak, nach eigenen Angaben die größte Schnupftabakfirma der Welt, hier ihren Hauptsitz. 7.203 Menschen leben auf 62,1 km², das ergibt 116 Einwohner je Quadratkilometer. Zu den benachbarten Postleitzahlen zählen Landshut, Vilsbiburg und Velden.