Über die Postleitzahl 84478
Waldkraiburg ist die größte Stadt im Landkreis Mühldorf am Inn und eine von nur fünf bayerischen Vertriebenenstädten, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Die Postleitzahl 84478 umfasst fast das komplette Stadtgebiet, darunter die älteren Gemeindeteile Ebing und Pürten.
Grundlage der Stadt war ein 1938 im abgelegenen Waldgebiet Mühldorfer Hart errichtetes Rüstungswerk der Deutschen Sprengchemie, in dem bis Kriegsende zahlreiche Arbeiter, viele davon Zwangsarbeiter, auf zahlreiche getarnte Bunker verteilt Pulver herstellten. Nach 1946 siedelten sich auf dem verlassenen Fabrikgelände Heimatvertriebene aus Ost- und Südosteuropa an, darunter Facharbeiter aus Nordböhmen, die eine Glashütte gründeten. 1950 entstand daraus die selbstständige Gemeinde Waldkraiburg, die wegen ihres enormen Wachstums bereits 1960 Stadtrecht erhielt. Der historische Ortsteil Pürten dagegen war vom 14. Jahrhundert bis 1800 Ziel einer bedeutenden Marienwallfahrt. Das Museum Bunker 29 erinnert heute in einem original erhaltenen Gebäude an die Geschichte der Pulverfabrik.
Auf 21,5 km² leben 25.247 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 1.173 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen sind unter anderem Heldenstein, Mühldorf am Inn und Kraiburg am Inn.