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Unterneukirchen liegt im Landkreis Altötting und ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Ursprünglich hieß der Ort schlicht Neukirchen; da es zu Verwechslungen mit dem gleichnamigen Neukirchen an der Alz kam, erlaubte die bayerische Regierung 1857 den neuen Namen. Zur Gemeinde gehört seit 1971 auch das benachbarte Oberburgkirchen.
Wirtschaftlichen Aufschwung brachten der Bau des Alzkanals zwischen 1916 und 1922 sowie die Carbidfabrik Hart, die kurz darauf entstand – trotzdem bewahrte sich der Ort seinen dörflichen Charakter. Wahrzeichen ist die gotische Pfarrkirche St. Johannes und Ägidius von 1479 mit einem alten Beinhaus im Eingangsbereich; da sie zu klein wurde, weihte 1962 ein Bischofskoadjutor die neu erbaute Christkönigskirche in der Dorfmitte. Aus den Steinen der abgebrochenen Kirche in St. Georgen bei Altötting entstand nach 1803 das heutige Schul- und Mesnerhaus, das inzwischen als Kulturhaus für Ausstellungen und Musikunterricht dient. Im Gemeindeteil Oberschroffen lassen sich zudem geologische Orgeln besichtigen, die zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns zählen.
Auf 23,2 km² kommen 3.400 Einwohnerinnen und Einwohner, die Dichte beträgt 147 je Quadratkilometer. Bis 2016 hatte der Spezialchemiekonzern SKW Stahl-Metallurgie hier seinen Hauptsitz, ein Standort besteht bis heute; Nachbarorte sind Burgkirchen an der Alz, Garching an der Alz, Kastl, Polling und Tüßling.