Über die Postleitzahl 85072
Eichstätt liegt im Naturpark Altmühltal im südlichen Landkreis Eichstätt, dessen Verwaltung ebenso hier sitzt wie das Bistum Eichstätt und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zur Großen Kreisstadt gehören Ortsteile wie Rebdorf, Wasserzell, Wintershof und Marienstein, die eng mit den ehemaligen Klöstern Rebdorf und Marienstein verbunden sind.
Vor rund 150 Millionen Jahren lag hier der Rand eines Jurameeres mit Korallenriffen, dessen versteinerte Reste als Plattenkalk bis heute die Landschaft prägen und Fossilien wie den Archaeopteryx bewahrt haben; das berühmte Berliner Exemplar des Urvogels stammt vom Blumenberg bei der Stadt. Zwischen 80 und 260 nach Christus gehörte Eichstätt zur römischen Provinz Raetia, ehe Alemannen im 3. Jahrhundert den nördlich verlaufenden Limes durchbrachen und die Römer sich hinter die Donau zurückzogen. Das Kloster Rebdorf geht auf ein um 1156 gegründetes Augustiner-Chorherrenstift zurück. Wirtschaftlich prägt bis heute die Natursteinindustrie die Stadt: In den umliegenden Steinbrüchen werden die für die Lithographie bekannten Solnhofener Platten und der Jura-Marmor gewonnen. Ende 2017 verzeichnete Eichstätt mit 1,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland.
Auf 48,2 km² leben 13.601 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 282 je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 13 ist die Stadt mit dem nahen Ingolstadt verbunden; Nachbarorte sind Adelschlag, Pollenfeld, Schernfeld und Walting.