Über die Postleitzahl 85111
Auf der Hochfläche der südlichen Frankenalb, südlich des Altmühltals im Naturpark Altmühltal, liegt die Gemeinde Adelschlag, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels und Namensgeberin der Postleitzahl 85111. Ihre heutige Form erhielt sie 1971, als Adelschlag, Möckenlohe und Ochsenfeld zu einer Einheitsgemeinde zusammengelegt wurden; Pietenfeld kam 1978 hinzu.
Der Ortsname Adelschlag geht auf die erste urkundliche Erwähnung von 893 als „Adeloltesloh“ zurück, überliefert in der Vita der heiligen Walburga des Eichstätter Domklerikers Wolfhard von Herrieden – zusammengesetzt aus dem althochdeutschen Wort für Hain und dem Personennamen Adelolt. Auch Möckenlohe und Pietenfeld reichen urkundlich bis ins Jahr 908 zurück, als „Mechinloh“ beziehungsweise „Puttinveld“. In römischer Zeit verlief hier die Straße von Nassenfels nach Pfünz, an der auch der heutige Ortsrand Pietenfelds liegt. Eine dunkle Kapitel der Geschichte bildet die Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt: Aus Pietenfeld, Landershofen, Adelschlag und Möckenlohe wurden mindestens 14 Frauen und vier Männer der Hexerei angeklagt und zum Tode verurteilt, die meisten Hinrichtungen fanden 1617 und 1618 statt.
Bei Ochsenfeld siedelten am Ende des 3. Jahrhunderts für rund hundert Jahre Germanen, die dort Eisen verhütteten; aus dieser Zeit stammt auch ein aus einem Pferdemittelfuß gefertigter Schlittschuh. Beim Gutshof Moritzbrunn bestand ab der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Komturei des Templerordens. 2.990 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 51,7 km², das entspricht einer Dichte von 58 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Eichstätt, Buxheim und Nassenfels.