Über die Postleitzahl 85101
Die Gemeinde Lenting im Landkreis Eichstätt trägt die Postleitzahl 85101 und liegt mit knapp acht Quadratkilometern vergleichsweise klein zwischen Ingolstadt und Kösching. Belege aus Jungsteinzeit, Eisenzeit und Latènezeit zeigen eine Besiedlung schon in vorgeschichtlicher Zeit, und in römischer Kaiserzeit führte eine frühe Straße von Gaimersheim nach Kösching durch den Ort. Vermutlich siedelten im 6. Jahrhundert die Bajuwaren hier, der Ortsname soll auf einen Sippenführer namens Lanto zurückgehen.
Urkundlich erscheint Lenting bereits 1062 im Nekrolog des Klosters Weltenburg, das einen „Vdalricus de Lentingen“ als Wohltäter nennt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts blieb der Ort von Landwirtschaft und Handwerk geprägt, erst 1900 kam mit einer Dampfziegelei und 1904 mit einem Sägewerk eine gewisse Industrialisierung auf. Beim Bau der Reichsautobahn ab 1936 diente Lenting als Materialversorgung für die Strecke nördlich von Ingolstadt. Bei der Gebietsreform 1971 lehnte die Bevölkerung von Hepberg eine Eingemeindung nach Lenting mit 77,1 Prozent ab; stattdessen bildete sich 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft, die zuletzt nur noch aus Hepberg und Lenting bestand.
Heute sitzt hier mit der Kessel SE ein Hersteller von Entwässerungstechnik, und die Anschlussstelle Lenting an der Autobahn 9 zwischen München und Nürnberg liegt nur rund zwei Kilometer entfernt. Im Rathaus dokumentiert eine Dauerausstellung archäologische Funde aus der Gemeindegeschichte. 4.829 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 8,1 km², das ergibt eine Dichte von 594 je Quadratkilometer – Nachbarorte sind unter anderem Ingolstadt, Kösching und Wettstetten.