Über die Postleitzahl 85092
Nordöstlich von Ingolstadt liegt der Markt Kösching, der der Postleitzahl 85092 den Namen gibt und im oberbayerischen Landkreis Eichstätt fast vollständig die gleichnamige Gemeinde abdeckt. Zu ihr gehören auch die ehemals selbstständigen Orte Kasing, seit 1971 eingemeindet, und Bettbrunn, das 1972 folgte, sowie kleinere Gemeindeteile wie Desching und der Weiler Hellmannsberg.
Die Ursprünge Köschings reichen bis in die Römerzeit zurück: Um 80 nach Christus errichteten die Römer hier das Kastell „Castellum Germanicum“, um die Donau als Grenze gegen germanische Stämme zu sichern, bevor es um 245 aufgegeben wurde. Um 895 wird der Ort erstmals urkundlich als „Cheskingen“ erwähnt, 1293 fielen Burg und Forst an die Wittelsbacher. Bettbrunn wiederum entwickelte sich seit einem Hostienwunder im Jahr 1125 zu einem bedeutenden katholischen Wallfahrtsort mit der Wallfahrtskirche St. Salvator, die bis heute Ziel des Ostbayerischen Jakobswegs ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Kösching rund 1200 Heimatvertriebene auf, überwiegend aus dem Sudetenland und Ungarn, was den Ort deutlich wachsen ließ.
Heute bildet Kösching gemeinsam mit dem Nachbarort Großmehring ein wirtschaftliches Unterzentrum der Region und ist seit 1990 an den Ingolstädter Verkehrsverbund angeschlossen; ein Kreiskrankenhaus mit dem Rang einer Klinik versorgt die Region. Auf 51,7 km² Fläche kommen 9.565 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 185 je Quadratkilometer. Zu den angrenzenden Postleitzahlen zählen Ingolstadt, Großmehring und Lenting.