Über die Postleitzahl 85125
Dort, wo Anlauter, Schwarzach und Altmühl zusammenfließen, im Naturpark Altmühltal, liegt der Markt Kinding, staatlich anerkannter Erholungsort und Namensgeber der Postleitzahl 85125 im Landkreis Eichstätt. Die heutige Gemeinde entstand 1971 durch den Zusammenschluss von Badanhausen, Enkering, Erlingshofen, Haunstetten, Kinding und Unteremmendorf; zur Postleitzahl gehört zudem ein kleiner Teil des gemeindefreien Gebiets Haunstetter Forst, eines kleinen Staatsforsts im Naturpark.
Schon im 13. und 14. Jahrhundert betrieb ein von der Altmühl angetriebener Eisenhammer den Ort, erstmals erwähnt 1270 im Urbarium Ludwigs des Strengen. Im Ortsteil Kirchanhausen gründeten um 750 vermutlich Wandermönche aus St. Emmeram in Regensburg eine kleine Benediktinerabtei, die 768 als „Aohhusan“ erwähnt wird und 895 samt zugehörigen Dörfern dem Bistum Eichstätt geschenkt wurde. Ein Wahrzeichen des Ortsteils Enkering ist die Ruine Rumburg, errichtet zwischen 1350 und 1360 als Zentrum einer geplanten, aber nie verwirklichten Stadt gleichen Namens. Zwischen Ilbling und Kinding kamen 1996 beim Bau der ICE-Schnellfahrstrecke ein jungsteinzeitliches Skelett in Hockstellung und ein Grab der Glockenbecherkultur zutage.
Die Maskengruppe „Kindinger Fosanegl“ pflegt in Fasenickl-Kostümen nach Vorlagen von 1815 die Tradition der Altmühltaler Fastnacht, und südlich des Orts liegt mit der Klause eine als Wohnhöhle der Steinzeit bekannt gewordene Karsthöhle. Über die Anschlussstelle Altmühltal ist Kinding an die Autobahn 9 angebunden, der Regionalbahnhof liegt an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt. 2.554 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 56,9 km², das entspricht 45 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Kipfenberg, Titting und Beilngries.