Über die Postleitzahl 85126
In der nordöstlichen Ecke des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm, nahe der Ostgrenze Oberbayerns, liegt Münchsmünster, das der Postleitzahl 85126 den Namen gibt. Namensgebend war das örtliche Kloster, das Herzog Tassilo III. von Bayern gründete: Bis 925 Benediktinerkloster, dann bis 1131 Kanonikerstift und anschließend erneut Benediktinerkloster, erlosch es 1556 in den Wirren der Reformation. Die Güter kamen 1598 an das Jesuitenkolleg Ingolstadt, 1782 an die Malteser, ehe Kloster und Kirche 1815 abgebrochen wurden und sich 1818 die heutige politische Gemeinde bildete.
Zur Gemeinde gehören seit der Eingliederung der Gemeinde Wöhr 1978 auch die Ortsteile Griesham, Nieder-, Mitter- und Oberwöhr; Niederwöhr gilt als das älteste der drei Wöhr-Dörfer und reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Der Name Wöhr leitet sich vom mittelhochdeutschen „wert“ für Insel oder erhöhtes, wasserfreies Land ab – passend zur Lage der Orte in den Flussniederungen von Ilm und Donau. Auch der Weiler Auhausen wurde in älteren Urkunden als „in insula Ouhusum“ bezeichnet und trägt diese exponierte Lage noch im Namen; erstmals erwähnt wird er 1110.
Seit den 1970er Jahren prägt der Industriepark mit chemischer und petrochemischer Industrie, etwa von LyondellBasell, die Wirtschaft der Gemeinde; im Dezember 2005 kam es dort bei einem Unfall zum Tod eines Feuerwehrmanns aus Neustadt an der Donau. Münchsmünster ist zudem Verkehrsknotenpunkt: Die Bundesstraße 16 verbindet die Räume Regensburg, Landshut, Ingolstadt, Augsburg und Ulm, und hier beginnt die Bundesstraße 300 nach Memmingen. 3.066 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 16,1 km², das ergibt eine Dichte von 190 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Vohburg an der Donau, Pförring und Neustadt an der Donau.