Über die Postleitzahl 85661
Am nördlichen Rand des Ebersberger Forsts, angrenzend an den Landkreis Erding, liegt die Gemeinde Forstinning und bildet fast die gesamte Postleitzahl 85661. Zu ihr gehören zahlreiche kleine Weiler wie Sempt, Berg, Wagmühle und Kressiermühle.
Funde wie ein Glockenbecher aus der Zeit um 2000 vor Christus und Spangenbarren aus der Bronzezeit belegen eine frühe Besiedlung der Gegend. Bei Berg und im Ortsteil Sempt stand einst ein römischer Bauernhof aus gebrannten Lehmziegeln nahe dem Knotenpunkt zweier Römerstraßen, aus dem sich im 2. Jahrhundert ein Handelsplatz entwickelte. Um 550 führte hier die Salzstraße vorbei, Sempt wurde zum Königshof mit Markt und war Stammsitz der Grafen von Sempt, bevor diese Ende des 9. Jahrhunderts nach Ebersberg umzogen; die Sempter Kirche wurde 1803 abgebrochen. In Sempt fand ein Bauer außerdem ein bronzenes Widderfigürchen aus keltischer Zeit, das heute in der Archäologischen Staatssammlung München verwahrt wird. Überregional bekannt wurde Forstinning zudem durch den langjährigen Streit um den Weiterbau der Autobahn A 94 zwischen Forstinning und Ampfing.
Die Gemeinde umfasst 12,3 km² und zählt 3.776 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 306 je km².
Nachbar-PLZ sind unter anderem 85646 mit Anzing, 85659 mit Forstern und 85664 mit Hohenlinden.