Über die Postleitzahl 85777
Fahrenzhausen liegt an der Amper im Landkreis Freising, rund 25 Kilometer nördlich von München, und besteht aus 17 Gemeindeteilen – darunter die Kirchdörfer Appercha, Gesseltshausen, Großeisenbach, Großnöbach, Hörenzhausen, Jarzt und Kammerberg. Zur heutigen Ausdehnung kam die Gemeinde erst durch mehrere Eingemeindungen: 1972 schlossen sich Großnöbach mit Jarzt an und die Gemeinde wechselte dabei vom Landkreis Dachau nach Freising, 1978 folgten Teile von Günzenhausen und der Ort Kammerberg.
Mehrere Ortsteile reichen weit zurück: Appercha wird schon zwischen 762 und 764 als „Perahah“ genannt, Hörenzhausen 820 als „Herineshusir“, der Hauptort selbst erstmals 1020 als „Varnolveshusa“ – benannt nach einem Siedlungsgründer namens Farnulf. Kammerberg, seit dem 13. Jahrhundert Sitz einer als Richter und Pfleger tätigen Ministerialenfamilie, war vor der Gebietsreform eine eigenständige Hofmark. Von 1372 bis 1374 hielt in Fahrenzhausen selbst als „Schrannenort“ sogar ein Gericht Sitzungen ab. Wirtschaftlich prägt die Landwirtschaft die Gemeinde bis heute, mit vielen Betrieben auf großen Ackerflächen, daneben bietet vor allem das produzierende Gewerbe Arbeitsplätze.
Auf 37,5 km² leben 5.059 Menschen, das entspricht 135 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Haimhausen im Süden und Neufahrn bei Freising im Osten.