Über die Postleitzahl 86381
Im Süden des Landkreises Günzburg liegt Krumbach, die zweitgrößte Stadt des Kreises, im Tal der Kammel. Sie wurde 1156 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1370 das Marktrecht und war von 1305 bis 1805 habsburgisch – als Teil der Markgrafschaft Burgau gehörte sie zur vorderösterreichischen Herrschaft, bevor sie mit dem Frieden von Pressburg 1805 bayerisch wurde. Zur Stadt erhoben wurde Krumbach 1895. Die heutige Ausdehnung entstand durch die Eingemeindung von Hürben bereits 1902 sowie von Hohenraunau, Billenhausen, Edenhausen, Attenhausen und Niederraunau im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre.
Die Postleitzahl 86381 setzt sich aus mehreren dieser Gemarkungen zusammen: Niederraunau und Krumbach selbst stellen mit rund einem Fünftel den größten Flächenanteil, gefolgt von Billenhausen, Hürben, Edenhausen, Attenhausen und Hohenraunau. Zum historischen Stadtbild gehören das Alte Rathaus von 1679, die barocke Stadtpfarrkirche St. Michael und das Krumbacher Schloss von 1530. Vor 1933 lebte im Ortsteil Hürben ein für Bayern ungewöhnlich hoher Anteil jüdischer Bürger; nach der Pogromnacht 1938 wurden die letzten von ihnen 1942 deportiert und ermordet. Wirtschaftlich prägt heute vor allem der Anlagenbau die Stadt, mit einer international tätigen Unternehmensgruppe als größtem Arbeitgeber; verkehrlich ist Krumbach über die Mittelschwabenbahn und die Bundesstraße 16 angebunden.
Auf 44,5 km² zählt die Postleitzahl 13.821 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 311 je km². Umliegende Postleitzahlen führen unter anderem nach Ursberg, Aletshausen und Deisenhausen.