Über die Postleitzahl 86465
Im Holzwinkel des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder teilen sich der Markt Welden und die Gemeinde Heretsried die Postleitzahl 86465 fast zu gleichen Teilen. Welden entstand Ende des 9. Jahrhunderts als Rodungssiedlung im Tal der Laugna, wurde 1156 erstmals urkundlich erwähnt und war Stammsitz der ritterlichen Herren von Welden, bevor 1597 die Fugger die Herrschaft übernahmen; 1402 erhielt der Ort das Marktrecht. Zwischen 1937 und 1940 entstand unter dem Tarnnamen „Z-Hiag“ eine Anlage zur Herstellung von Sprengstoffvorprodukten, betrieben von einer Tochtergesellschaft der Degussa.
Heretsried, dessen Hauptort 1242 erstmals als dem Kloster Holzen zugehörig erwähnt wurde, bildete bis ins 14. Jahrhundert eine gemeinsame Pfarrei mit dem heute untergegangenen Weiler Hausen; 1636 brannten schwedische Truppen den Ort im Dreißigjährigen Krieg nieder, sodass nur sechs Bewohner überlebten. Zum Ortsbild Weldens zählen die Pfarrkirche Mariae Verkündigung mit Fresken von Matthäus Günther sowie der Burgstall auf dem Theklaberg; von 1903 bis 1986 war Welden zudem Endpunkt einer Bahnstrecke von Augsburg, deren Trasse heute als Radweg dient.
Auf 35,2 km² zählen die beiden Gemeinden der Postleitzahl 4.770 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 136 je km². Sie grenzen an Gersthofen, Zusmarshausen, Altenmünster und Gablingen.