Über die Postleitzahl 86441
An der Zusam, kurz vor deren Mündung in die Roth, liegt der Markt Zusmarshausen, der über eine eigene Anschlussstelle an der Bundesautobahn 8 verfügt und fast die ganze Postleitzahl 86441 einnimmt. Die Region war schon in der mittleren Altsteinzeit besiedelt, wie ein 2008 gefundener Faustkeil eines Neandertalers aus dem Ortsteil Wörleschwang belegt – das einzige Fundstück dieser Art in ganz Bayern. Der Ort selbst entstand vermutlich im 7. oder 8. Jahrhundert und wurde 892 durch König Arnulf erstmals urkundlich erwähnt. Sein Name, ursprünglich „Zusemarohuson“, verweist auf „die Leute an der Zusam“.
Zum heutigen Markt gehören mehrere Ortsteile mit eigener, teils bis ins Mittelalter zurückreichender Geschichte, etwa Gabelbach mit einer der bedeutendsten Pfarrkirchen des „Schwäbischen Pfaffenwinkels“ oder das 1327 planmäßig gegründete Gabelbachergreut. Die Nachbargemeinde Horgau war zeitweise nach Zusmarshausen eingemeindet, wurde aber 1983 durch ein Gerichtsurteil wieder selbständig. Sehenswert sind die Ruine der Burg Wolfsberg oberhalb von Steinekirch und das 1505 erbaute Schloss Zusmarshausen; im Ortsteil Streitheim befinden sich eine Volkssternwarte und ein Planetarium. Wirtschaftlich prägt der Fahrzeugzubehör-Hersteller Sortimo den Ort, und mit der geplanten Neubaustrecke Ulm–Augsburg soll Zusmarshausen einen neuen Regionalbahnhof erhalten.
Auf 68,4 km² zählt die Postleitzahl 6.510 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 95 je km². Zusmarshausen grenzt unter anderem an Dinkelscherben, Altenmünster, Welden und Horgau.