Über die Postleitzahl 86675
Die Gemeinde Buchdorf im schwäbischen Landkreis Donau-Ries gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Monheim und trägt fast die gesamte Postleitzahl allein. Sie besteht aus den zwei Pfarrdörfern Buchdorf und dem 1976 eingemeindeten Baierfeld, wobei der frühere Ort Sand im heutigen Buchdorf aufgegangen ist. Beide Gemeindeteile liegen an der sprachlichen Grenze zwischen dem alemannischen und dem bairischen Dialektraum.
Baierfeld und das benachbarte Bergstetten werden bereits 1137 in einer Urkunde des Eichstätter Bischofs Gebhard II. erwähnt, in der sogar der damalige Baierfelder Pfarrer Hartwig namentlich genannt ist. Für Buchdorf selbst markiert der Barnabastag des Jahres 1504 den dunkelsten Punkt der Ortsgeschichte: Kaiser Maximilian I. ließ das Dorf niederbrennen, weil Buchdorfer Bauern im Landshuter Erbfolgekrieg einen kaiserlichen Boten getötet hatten. In der Zeit als Teil des Herzogtums Pfalz-Neuburg zwischen 1554 und 1618 waren die Bewohner evangelisch-lutherisch, ehe 1736 der Grundstein zur heutigen, nach Plänen von Gabriel de Gabrieli errichteten Pfarrkirche St. Ulrich gelegt wurde. Landwirtschaft prägt den Ort bis heute, ergänzt um ein Gewerbegebiet nahe der Bundesstraße 2 und seit 2022 eine Gemeindebibliothek im Rathaus.
Auf 16,6 km² kommen 1.933 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 116 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Monheim, Kaisheim und Marxheim.