Über die Postleitzahl 86687
Der Markt Kaisheim in der Planungsregion Augsburg, Landkreis Donau-Ries, verdankt seinen Namen und seine Geschichte dem gleichnamigen Zisterzienserkloster, das 1133 von Graf Heinrich II. von Lechsgemünd gegründet wurde und dessen lateinische Bezeichnung Caesarea – Kaisersheim – lautete. Der Markt füllt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl aus und gliedert sich in zwölf Gemeindeteile wie Altisheim, Bergstetten, Gunzenheim, Hafenreut, Leitheim und Sulzdorf.
Das Kloster war vermutlich schon seit 1370 Reichsstift, wurde aber erst 1656 reichsunmittelbar; mit der Säkularisation 1803 kam Kaisheim zu Bayern, 1934 erhielt die Gemeinde Marktrecht. Sulzdorf reicht als Ort noch weiter zurück: 1035 erstmals in Dokumenten des Grafen Liutger von Lechsgmünd und Graisbach erwähnt, gehörte es zunächst zum Kloster St. Walburg in Eichstätt, ehe es 1329 an die Zisterzienserabtei Kaisheim getauscht wurde. Bergstetten wiederum diente dem Kloster als Gut mit großer Schafzucht und wurde 1936 von der Wehrmacht als Remonteamt für die Pferdehaltung übernommen.
Heute befindet sich in Kaisheim die Justizvollzugsanstalt Kaisheim, eine der größeren Einrichtungen der Region. Auf 41,6 km² leben 3.865 Menschen, das entspricht 93 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlgebiete tragen die Orte Donauwörth, Monheim, Harburg und Buchdorf.