Über die Postleitzahl 86676
An der Staatsstraße von Neuburg an der Donau nach Augsburg, gut zwölf Kilometer von der Kreisstadt entfernt, liegt die Gemeinde Ehekirchen im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Sie deckt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ab und gliedert sich in ungewöhnlich viele – 24 – Gemeindeteile, darunter Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Hollenbach, Schönesberg und Walda.
Grundherr am Ort war seit seiner Gründung 1011 bis zur Säkularisation das Kloster Kühbach; ab 1505 bildete Ehekirchen einen Grenzort des Herzogtums Pfalz-Neuburg. Ungewöhnlich gut dokumentiert sind die Ortsnamen der Gemeindeteile: Bonsal etwa hieß im Lauf der Jahrhunderte unter anderem Bonsalgen, Pansolden und Ponsail, ehe sich seit 1790 die heutige Schreibweise durchsetzte; im örtlichen westmittelbairischen Dialekt heißt der Ort schlicht Bausl. Hollenbach wiederum, benannt nach einem tief eingeschnittenen Bach, wurde bereits 864 urkundlich erwähnt, als Bischof Anno von Freising dort einen Maierhof eintauschte, von dem die gesamte spätere Besiedelung ausging.
In Walda fanden sich Reihengräber eines Ortsadeligen mit reichen Beigaben wie Goldschmuck und einem Goldblattkreuz aus der Zeit um 700; nördlich des Dorfes liegt zudem der frühmittelalterliche Burgstall Reichbühl. Ein beachtlicher Teil der Gemeindefläche ist bewaldet. 3.736 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 62,5 km², das ergibt 60 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlgebiete tragen die Orte Pöttmes, Rain, Burgheim und Königsmoos.