Über die Postleitzahl 86956
Schongau, im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau am Westufer des Lechs gelegen, trägt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert, als ein Großteil der Bewohner der römischen Vorgängersiedlung – dem heutigen Altenstadt – wenige Kilometer weiterzog und sich auf dem gut zu verteidigenden Lechumlaufberg neu ansiedelte und dabei den Ortsnamen mitnahm. Auf diesem von einer historischen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert umringten Hügel liegt bis heute der Kern der Altstadt.
Als Handelsstadt an der Verkehrslinie zwischen Verona, Augsburg und Nürnberg sowie an der Salzstraße vom Berchtesgadener Land ins Allgäu gewann Schongau im Mittelalter erhebliche Bedeutung. Die Altstadt ist heute als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt; zu ihren Bauwerken zählen das Ballenhaus, einst Lagerhaus und Rathaus zugleich, sowie der Polizeidienerturm, ein Torturm des 13. Jahrhunderts mit einem 1787 aufgesetzten Oktogon. Die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt zeigt Rokokoausstattung mit Fresken von Matthäus Günther. Bahnanschluss erhielt Schongau 1886 durch die Strecke aus Landsberg am Lech, 1917 folgte die Verbindung nach Weilheim.
Als Mittelzentrum im Pfaffenwinkel liegt Schongau sprachlich an einer Nahtstelle: Zwischen bairisch und schwäbisch geprägten Nachbarräumen hat sich hier der eigenständige Lechrainer Dialekt gehalten. Auf 21,3 km² leben 12.374 Menschen, das ergibt 581 Einwohner je Quadratkilometer. Zu den Nachbargebieten zählen Peiting, Altenstadt und Hohenfurch.