Über die Postleitzahl 86971
Peiting, ein Markt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau, umgibt fast vollständig die Fläche dieser Postleitzahl. Rundherum liegen die Moränenhügel Schlossberg, Kalvarienberg, Schnaidberg und Bühlach, und der Ort hat sich trotz starken Bevölkerungswachstums nach dem Zweiten Weltkrieg seinen dörflichen Charakter bewahrt; zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe liegen außerhalb des Ortskerns in den vielen umliegenden Weilern. Neben dem Hauptort gehören unter anderem Birkland, Hausen, Hofen, Kurzenried und die Siedlung Herzogsägmühle zur Gemeinde.
Die erste urkundliche Erwähnung Peitings stammt aus dem Jahr 1055 als Burg der hier ansässigen Welfen, deren Stammsitz der Ort war. Funde belegen jedoch schon Besiedlung seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend, mit bronzezeitlichen Gräbern und Spuren von Kelten und Römern. Herzogsägmühle, heute eine Einrichtung der Diakonie für heimat- und wohnungslose Menschen, geht auf eine Sägemühle des Schongauer Herzogs Christoph des Starken zurück und wurde ab 1894 als zweite bayerische Arbeiterkolonie eingerichtet. Wirtschaftlich prägte lange der Kohlebergbau den Ort: 1957 erreichte das Peitinger Bergwerk mit 882 Bergleuten seinen höchsten Beschäftigtenstand, bevor es 1968 schloss.
Als Verkehrsknotenpunkt treffen in Peiting die Bundesstraßen 472, 17 und 23 aufeinander, seit dem Bau einer Umgehungsstraße jedoch ohne den früheren Durchgangsverkehr im Ortskern. Auf 74,8 km² wohnen 11.605 Menschen bei einer Dichte von 155 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Schongau, Apfeldorf, Burggen und Steingaden.