Über die Postleitzahl 86983
Am Westufer des Lechs im schwäbischen Landkreis Ostallgäu liegt Lechbruck am See, das fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ausmacht. Der Namenszusatz „am See“ verweist auf den nahen Lechstausee Urspring; er kam erst 1999 hinzu, zuvor hieß der Ort schlicht Lechbruck. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort 21 Gemeindeteile, darunter die Weiler Dieswang, Helmenstein und Leibenberg sowie zahlreiche Einöden wie Gsteig, Rehle oder Söld.
Bis etwa 1777 bestand der Ort aus den getrennten Siedlungen Lech und Lechbruck; „Lech“, das heutige untere Dorf, ist bereits 1316 als „Hof ze Lech“ belegt. Schon zur Zeitenwende, im Jahr 20 nach Christus, führte die römische Via Claudia Augusta durch den ganzen Ort; ein rund 500 Meter langes Stück ihrer ursprünglichen Trasse ist bis heute erhalten. Vor dem Bau der Bahnstrecke nach Marktoberdorf und der Lechregulierung war Lechbruck ein bedeutendes Flößerdorf: Von hier aus transportierten Flößer Gebirgshölzer, Baumaterial und Lebensmittel bis in den Augsburger Raum, manche Flöße gelangten donauabwärts sogar bis in die Städte Wien, Budapest und Belgrad. An diese Zeit erinnert heute das Flößermuseum im historischen Ständerhaus.
Auf 17,1 km² leben 2.611 Menschen, das entspricht 152 Einwohnern je Quadratkilometer. Die landschaftliche Lage am Lech und am Lechsee Urspring mit Blick auf die Alpen hat dem Tourismus in den vergangenen Jahren wachsende Bedeutung verschafft. Nachbarorte sind Bernbeuren, Prem, Steingaden und Roßhaupten.