Über die Postleitzahl 86989
Dort, wo das Alpenvorland Oberbayern und das Allgäu berührt, liegt Steingaden, ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Weilheim-Schongau, der fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl bildet. Die weitläufige Gemeinde mit ihren 53 Gemeindeteilen entstand 1939 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Orte Fronreiten, Lauterbach und Urspring mit dem Hauptort; zu den heutigen Ortsteilen zählen daneben etwa Kellershof, Steingädele, Litzau und Langau.
Weltweit bekannt ist die Gemeinde für zwei Baudenkmäler von herausragender Bedeutung: die Wieskirche, die von den Brüdern Zimmermann 1746 bis 1754 im reinsten Rokokostil erbaute Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ und heute UNESCO-Welterbe, sowie das Welfenmünster, eine 1176 im romanischen Stil errichtete ehemalige Prämonstratenserkirche, die heute als Pfarrkirche St. Johannes Baptist dient. Ursprung der Gemeinde war die geschlossene Hofmark des 1147 von Welf VI. gegründeten Klosters Steingaden, dessen klösterliches Leben 1803 mit der bayerischen Säkularisation endete.
Von Mai bis September finden in der Wieskirche jährlich mehrere Konzertreihen statt, und die Deutsche Alpenstraße führt über die B 17 durch den Ort. Auf 64,0 km² leben 2.934 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 46 Menschen je Quadratkilometer – neben der Landwirtschaft trägt vor allem der Tourismus die Wirtschaft der Gemeinde. Nachbarorte sind unter anderem Peiting, Bernbeuren, Burggen, Lechbruck und Prem.