Über die Postleitzahl 87648
Zwischen Kaufbeuren und Kempten liegt die Gemeinde Aitrang, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen im Landkreis Ostallgäu, die praktisch die gesamte Postleitzahl 87648 bildet. Zu ihr zählen die früher selbständigen Gemeindeteile Huttenwang und Wenglingen sowie zahlreiche kleine Weiler wie Münzenried, Krähberg und Görwangs. Auf dem Gemeindegebiet liegt der Elbsee.
Aitrang zählt zu den ältesten Siedlungen der Gegend; eine Urkunde des Frankenherrschers Pippin, des Vaters Karls des Großen, erwähnt den Ort bereits im 8. Jahrhundert. Als Reichsvogtei des Klosters St. Mang in Füssen erlebte der Ort 1632 und 1633/34 Plünderungen durch schwedische und kroatische Truppen im Dreißigjährigen Krieg. Traurige Bekanntheit erlangte Aitrang am 9. Februar 1971, als der Trans-Europ-Express „Bavaria“ hinter dem Bahnhof in einer zu schnell durchfahrenen Kurve entgleiste und mit einem entgegenkommenden Schienenbus kollidierte; bei diesem bis heute nicht restlos aufgeklärten Zugunglück starben zahlreiche Menschen. Südöstlich des Orts liegt eine markante, fast fünf Kilometer lange Reihe von Moränenhügeln.
Auf 31,0 km² leben 1.924 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 62 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Obergünzburg, Unterthingau und Friesenried.