Über die Postleitzahl 87674
Sieben Kilometer südwestlich von Kaufbeuren liegt Ruderatshofen, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen, dessen zwölf Gemeindeteile fast das gesamte Gebiet der Postleitzahl auf 33,0 km² bilden, darunter Apfeltrang, Immenhofen und Geisenhofen.
Der Hauptort wurde bereits 839 als „Hruodoldishoua“ im Keltensteingau urkundlich erwähnt und gehörte danach zum Hochstift Augsburg. Apfeltrang, dessen keltischer Name Aphaltarwanc auf eine sehr frühe Besiedlung hindeutet, ist seit 1150 belegt und wurde 1978 nach Ruderatshofen eingegliedert. In der Ortsmitte des Hauptorts steht die gotische Pfarrkirche St. Jakobus, in Apfeltrang die barock ausgestattete Kirche St. Michael. Am Donnerstag vor dem ersten Advent ziehen Kinder in Ruderatshofen von Haus zu Haus, um mit einem überlieferten Spruch die Adventszeit anzukündigen – der sogenannte Klopferstag, ein Brauch, der in den übrigen Ortsteilen nicht mehr gepflegt wird. Nach über 40 Jahren Planung wurde 2023 die Ortsumgehung OAL 7 dem Verkehr übergeben.
In der Gemeinde leben 1.736 Menschen bei einer Dichte von 53 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind Kaufbeuren, Marktoberdorf, Biessenhofen, Aitrang und Friesenried.