Über die Postleitzahl 87675
Im Landkreis Ostallgäu teilen sich die Gemeinden Stötten am Auerberg und Rettenbach am Auerberg die Postleitzahl auf 53,5 km²: gut drei Viertel entfallen auf Stötten, knapp ein Viertel auf Rettenbach. Der 1055 Meter hohe Auerberg im Osten und die Hochmoore im Geltnachtal prägen die Landschaft, zu der auch die Gemeindeteile Steinbach, Remnatsried und Frankau gehören.
Stötten wurde 1314 erstmals als „Steten auf dem Urberc“ erwähnt und gehörte zum Hochstift Augsburg. Rettenbach, um 1100 erstmals urkundlich genannt, schenkte Ulrich von Frechenried 1167 mitsamt zahlreichen Gütern dem Kloster Ottobeuren, das daraus eine eigene Herrschaft formte. Im Zuge der Gebietsreform wurde Rettenbach 1978 nach Stötten eingemeindet, erlangte aber nach „zähen Auseinandersetzungen“ 1994 seine Selbständigkeit zurück; seither besteht eine gemeinsame Verwaltungsgemeinschaft. 2007 ließ der damalige zweite Bürgermeister von Rettenbach den Südtiroler Komponisten Gottfried Veit eigens ein Lied über diese wechselvolle politische Geschichte komponieren.
In der Postleitzahl leben 2.792 Menschen, die Dichte liegt bei 52 Einwohnern je Quadratkilometer. Auf der Trasse der 1973 stillgelegten Lokalbahn zwischen Marktoberdorf und Lechbruck verläuft heute ein Radweg, Teil der Dampflokrunde.
Die Postleitzahl grenzt unter anderem an Bernbeuren, Burggen, Ingenried, Marktoberdorf, Seeg, Bidingen und Roßhaupten.