Über die Postleitzahl 87740
Als Kartäuserdorf bekannt ist Buxheim, gelegen an der Iller nur wenige Kilometer von Memmingen entfernt; der Ort bildet den Kern dieser Postleitzahl. Verwaltungsrechtlich gehört Buxheim zum Landkreis Unterallgäu, ein kleiner Anteil der Fläche liegt bereits auf dem Gebiet der kreisfreien Stadt Memmingen. Durch die Lage an der Landesgrenze führen nur Kreisstraßen in den Ort, eine Illerbrücke ins benachbarte Baden-Württemberg gibt es nur als Fußgänger- und Bahnsteg.
Den Namen verdankt Buxheim der ehemaligen Reichskartause, die 1402 von Kartäusermönchen aus dem Kloster Christgarten gegründet wurde, nachdem der Augsburger Domherr Heinrich von Ellerbach ihnen den Ort geschenkt hatte. Zur Klosterkirche St. Maria gehört das von Ignaz Waibl geschnitzte Buxheimer Chorgestühl; auch an der Ausstattung der Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie der Annakapelle im Ort waren die Brüder Johann Baptist und Dominikus Zimmermann beteiligt. Heute beherbergt das Klosterareal drei Museen, darunter das 1975 gegründete Deutsche Kartausenmuseum. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1632 von den Schweden geplündert und diente ihrem General Horn als Hauptquartier, 1635 folgte eine Pestwelle.
3.024 Menschen leben auf 10,2 km², das ergibt 296 Einwohner je Quadratkilometer. Am südlichen Ortsrand liegt ein ausgedehntes Waldgebiet, das für Memmingen als Naherholungsgebiet dient; das Autobahnkreuz Memmingen liegt vollständig auf Buxheimer Flur.