Über die Postleitzahl 87700
Memmingen, kreisfreie Stadt und Oberzentrum im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, liegt am Fluss Iller, der hier zugleich die Landesgrenze nach Baden-Württemberg zieht. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte Stadtgebiet auf 69,9 km² ab. Größter Stadtteil neben dem Hauptort ist Amendingen, dessen Grundherren, die Ritter von Eisenburg, bis 1455 auch über Dickenreishausen, Trunkelsberg und die Weiler Grünenfurt sowie Ober- und Unterhart herrschten.
Die Ursprünge Memmingens reichen bis in die Römerzeit zurück, erste Funde stammen aus der Steinzeit an der Iller bei Ferthofen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1128 als „Mammingin“ in einer Urkunde des Klosters Ochsenhausen, die auch einen Landtag von 1099 nennt – ein Hinweis darauf, dass Memmingen für die Welfen bereits damals ein bedeutender Ort war. Mit ihren Bürger- und Patrizierhäusern, Kirchen und Stadttoren gehört die frühere Reichsstadt zu den süddeutschen Städten mit besonders intaktem mittelalterlichem Stadtbild. Im Stadtteil Eisenburg, seit 1208 urkundlich belegt, wurden zudem Alemannengräber gefunden, die auf eine vorrömische Ansiedlung hindeuten.
In Memmingen leben 43.343 Menschen, das ergibt eine Dichte von 620 Einwohnern je Quadratkilometer. Als Verkehrsknoten Oberschwabens, des Allgäus und Mittelschwabens pendeln täglich viele tausend Menschen zur Arbeit in die Stadt.
Die Postleitzahl grenzt an zahlreiche Orte im Unterallgäu, darunter Benningen, Buxheim, Heimertingen und Memmingerberg.