Über die Postleitzahl 87748
Fellheim liegt nördlich von Memmingen auf der rechten Seite der Iller, dort wo einst der Donau-Iller-Rhein-Limes verlief. Die Gemeinde im Landkreis Unterallgäu gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Boos und besteht nur aus der einen Gemarkung Fellheim.
Ab 1555 war der Ort Sitz der Freiherren Reichlin von Meldegg, die aus der Gegend von Hohenems im heutigen Vorarlberg stammten und wenig später mit dem Bau des Fellheimer Schlosses begannen. Bis 1943 bildete die jüdische Gemeinde den überwiegenden Teil der Ortsbevölkerung; südlich des Schlosses ist das jüdische Ensemble aus Synagoge, Friedhof, Schule und Wohnhäusern im Ortsbild noch zu erkennen. Die 1786 im barocken Stil errichtete Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 verwüstet. Seit 1973 findet zudem wieder eine auf das Jahr 1665 zurückgehende Sühnefußwallfahrt von Fellheim zum Heiligen Kreuz in Pleß statt, an der zahlreiche Wallfahrer aus dem Illertal und der Umgebung teilnehmen.
Auf 5,0 km² leben 1.094 Menschen, das ergibt eine Dichte von 217 Einwohnern je Quadratkilometer. Fellheim liegt am Iller-Radweg, der von Oberstdorf bis nach Ulm führt, wo der Fluss in die Donau übergeht; Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind Boos, Heimertingen und Pleß.