Über die Postleitzahl 88090
Immenstaad am Bodensee liegt direkt am Seeufer im Bodenseekreis und bildet mit seinem Ortsteil Kippenhausen fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Der Gemeindename soll auf einen alemannischen Siedler namens Immo zurückgehen, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1094, als Herzog Welf IV. dort gelegene Güter dem Kloster Weingarten übertrug.
Besonders bekannt wurde der Ort 1981 durch den Fund eines Schiffswracks aus dem Jahr 1340 im Uferbereich des Kippenhorns – der älteste bislang entdeckte Schiffsfund im Bodensee, heute im Archäologischen Landesmuseum Konstanz zu besichtigen. Kippenhausen selbst wird bereits 1158 als „Chippenhusen“ genannt. Prägend für die jüngere Geschichte war die Ansiedlung der Dornier-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg, aus der sich am östlichen Ortsrand Unternehmen wie Airbus Defence and Space, Hensoldt und ND SatCom entwickelten. Daneben spielt bis heute der Weinbau eine Rolle, etwa in der Einzellage Kirchberger Schlossberg, wo 1925 gegen den Willen des badischen Markgrafen erstmals die Rebsorte Müller-Thurgau angepflanzt wurde.
6.408 Menschen leben auf 9,2 km², das entspricht 694 Einwohnern je Quadratkilometer. Immenstaad grenzt an Friedrichshafen, Markdorf sowie Meersburg und Hagnau.