Über die Postleitzahl 88677
Markdorf, eine Kleinstadt im Bodenseekreis, wird 817 erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Ludwig der Fromme dem Kloster St. Gallen dort Besitz schenkte; die Stadtrechte kamen um 1250 hinzu. Zur Postleitzahl 88677 gehören außer der Kernstadt die beiden großen Stadtteile Ittendorf und Riedheim, zu dem wiederum Weiler wie Hepbach, Leimbach, Stadel und Gangenweiler zählen.
Der Name geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort für Pferd zurück, nicht auf den seit 1236 belegten Markt. Während des Bauernkriegs ergab sich die Stadt 1525 kampflos den aufständischen Bauern des Seehaufens. In der Nacht zum 11. Juli 1842 vernichtete ein Großbrand weite Teile der östlichen Altstadt und ließ die Glocken des Kirchturms von St. Nikolaus abstürzen; bis 1964 erinnerte ein jährliches Glockenläuten daran. Heute prägen Obst- und Weinbau sowie mittelständische Unternehmen wie Weber Automotive, J. Wagner und die seit 1959 bestehende Brennereianlagen-Firma Arnold Holstein den Wirtschaftsstandort.
14.310 Menschen leben in Markdorf auf 40,8 km², das sind 350 je Quadratkilometer. Die Stadt liegt am Oberschwäbischen Jakobsweg zwischen Ulm und Konstanz sowie an der Barockstraße, mit Bermatingen, Stetten und Meersburg als Nachbarn.