Über die Postleitzahl 88319
Dort, wo das gleichnamige Flüsschen in die Iller mündet, zwischen Leutkirch und Memmingen, liegt die Gemeinde Aitrach mit der Postleitzahl 88319. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 838 und betrifft ein im Kloster St. Gallen verwahrtes Tauschgeschäft zwischen dem Kloster Kempten und einem Grafen Wanning. Über Jahrhunderte war die Geschichte des Ortes eng mit der heute als Ruine erhaltenen Burg Marstetten verbunden, die sich noch immer im Besitz des Hauses Waldburg befindet.
Lange bildeten Landwirtschaft, Holzhandel und vor allem die Illerflößerei die Haupterwerbsquellen der Aitracher, zeitweise war jeder zweite Mann als Flößer tätig; die zugehörigen kaiserlichen Zollrechte lassen sich bis 1397 zurückverfolgen. Mit dem Rückgang der Flößerei siedelten sich Mühlen sowie Kies- und Steinabbau an. Im Ortsteil Mooshausen wirkten die Theologen Josef Weiger und Romano Guardini, im Gewerbegebiet Ferthofen hat der Weltmarktführer für Parksysteme, die Firma Klaus Multiparking, seinen Sitz.
Auf 30,1 km² zählt Aitrach 2.800 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 93 je Quadratkilometer.
Nachbargemeinden sind Aichstetten und Bad Wurzach sowie, jenseits der Landesgrenze in Bayern, Memmingen und Kronburg.