Über die Postleitzahl 88484
Mittig im oberschwäbischen Dreieck aus Biberach, Ulm und Memmingen liegt die Gemeinde Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach, die zur Verwaltungsgemeinschaft Ochsenhausen gehört und fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl einnimmt. Die beiden namensgebenden Orte Gutenzell und Hürbel liegen in benachbarten Tälern von Rot und Rottum und wurden erst 1975 zu einer Gemeinde zusammengelegt; dazu kommen kleinere Weiler wie Bollsberg, Dissenhausen, Freyberg und Niedernzell.
Gutenzell geht auf eine 1237 gegründete Zisterzienserinnenabtei zurück, um die herum sich das Dorf bildete. Die Klosterkirche, heute Pfarrkirche St. Kosmas und Damian, erhielt ihre barocke Ausstattung bei einem Umbau 1755/56, an dem der Wessobrunner Stuckateur Franz Xaver Feuchtmayer der Ältere und der Baumeister Dominikus Zimmermann beteiligt waren – dessen Tochter Maria Alexandra führte das Kloster später als Äbtissin. Hürbel wurde bereits 1083 erstmals urkundlich erwähnt und ist vor allem durch sein 1521 errichtetes Schloss geprägt, Stammsitz der Herren von Freyberg. Beide Orte liegen an der Oberschwäbischen Barockstraße, und in Zillishausen erinnert die restaurierte Sägmühle Eiberle mit ihrem Wasserrad an der Rottum an die Mühlenstraße Oberschwaben.
Heute zählt die Postleitzahl 1.803 Einwohnerinnen und Einwohner auf 37,7 km², was einer Dichte von 48 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Nach Norden schließt sich mit Kirchberg an der Iller die Postleitzahl 88486 an.