Über die Postleitzahl 88486
Am Ostrand des Landkreises Biberach, im Illertal und damit an der Grenze zu Bayern, liegt die Gemeinde Kirchberg an der Iller. Sie gehört zum Verwaltungsverband Illertal und nimmt fast die gesamte Fläche der Postleitzahl ein, zu der auch der Ortsteil Sinningen zählt, der gut ein Viertel der Fläche stellt.
Eine Notiz des Klosters St. Gallen aus dem Jahr 806 könnte den Ort erstmals nennen, doch gilt als ungeklärt, ob damit tatsächlich dieses Kirchberg gemeint war. Später waren die Herren von Kirchberg und Schellenberg hier begütert, bevor Anteile an das Kloster Rot verkauft wurden. Lange Zeit prägte die Illerflößerei die Wirtschaft von Kirchberg und Sinningen: Bis weit ins 20. Jahrhundert wurden Flöße auf der Iller bis Ulm und weiter auf der Donau bis Wien geführt, eine ebenso einträgliche wie gefährliche Arbeit. Die katholische Pfarrkirche St. Martin, ein 1898 bis 1900 errichteter dreischiffiger Bau des Stuttgarter Architekten Joseph Cades, erhielt von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Auszeichnung Denkmal des Monats. Der Sinninger See dient heute als Naherholungsgebiet.
Auf 18,6 km² kommt die Postleitzahl auf 2.166 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 116 je Quadratkilometer. Nach Süden grenzt mit der Postleitzahl 88484 die Gemeinde Gutenzell-Hürbel an, Vorwahl ist 07354.