Über die Postleitzahl 88633
Wenige Kilometer nördlich von Salem, im oberen Linzgau, liegt im Bodenseekreis die Gemeinde Heiligenberg. Sie entstand 1975 aus dem Zusammenschluss von Heiligenberg, Wintersulgen und Hattenweiler und liegt an einer eiszeitlichen Moränenkante, die den oberen vom bis zu 400 Meter tiefer gelegenen unteren Linzgau trennt.
Der Ort wurde 1083 als „Mons Sanctus“ erstmals urkundlich erwähnt; ob der Name schon vorchristlich eine Kultstätte bezeichnete, ist unklar, christianisiert wurde die Gegend jedenfalls um 600 durch den heiligen Gallus. Die Landgrafen des Linzgaus bauten hier im 13. Jahrhundert eine Burg, die später den Grafen von Werdenberg-Heiligenberg als Sitz diente und 1535 an das Fürstenhaus Fürstenberg fiel. Dieses ließ sie zum prachtvollen Schloss Heiligenberg mit großem Renaissance-Rittersaal ausbauen, das bis heute im Familienbesitz ist und als Sommersitz des Fürstenhauses dient. Wegen der Höhenlage zwischen 700 und über 800 Metern herrscht in der Gemeinde ein spürbar raueres Mittelgebirgsklima als am nahen Bodensee, was im Winter Langlauf- und Abfahrtspisten möglich macht, etwa den Haldenlift in Wintersulgen.
Auf 40,5 km² zählt die Postleitzahl 2.862 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 71 je Quadratkilometer. Heiligenberg ist staatlich anerkannter Luftkurort und besitzt einen eigenen Segelflugplatz.