Über die Postleitzahl 89275
Elchingen ist eine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Bayern, rund sieben Kilometer östlich von Ulm an der Donau; einen Ort namens Elchingen selbst gibt es nicht, Sitz der Verwaltung ist der Ortsteil Thalfingen, dazu gehören Oberelchingen, Unterelchingen und der Weiler Weitfelder Höfe.
Der Gemeindename geht vermutlich auf einen Stammesführer namens Alicho zurück, der die Siedlung im frühen 12. Jahrhundert gegründet haben soll; mit dem Tier Elch hat er nichts zu tun. Das Kloster Oberelchingen entstand etwa zur gleichen Zeit, sein genaues Weihedatum ließ sich nach einem Brand 1395 nicht mehr belegen. Bekannt wurde der Ort durch die Schlacht bei Elchingen am 14. Oktober 1805, als Napoleons Truppen unter Marschall Ney ein österreichisches Heer schlugen und damit die anschließende Belagerung Ulms samt der Kapitulation Karl Macks von Leiberich einleiteten; Ney erhielt dafür 1806 den Titel Duc d'Elchingen, weshalb der Ortsname bis heute auf dem Pariser Arc de Triomphe steht.
Am Autohof Seligweiler nördlich von Thalfingen verläuft die Landesgrenze mitten durch den großen Speisesaal, sodass Gäste an manchen Tischen mit dem Teller in Bayern und der Suppe in Baden-Württemberg sitzen. Seit 1960 erzeugt an der Donau das Laufwasserkraftwerk Oberelchingen Strom, seit 2005 ergänzt eine Windkraftanlage bei Thalfingen und seit 2008 eine Biogasanlage die Energieversorgung der Gemeinde.
Auf 24,7 km² leben 9.610 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 388 je Quadratkilometer. Nachbarplätze reichen von Ulm und Langenau über Neu-Ulm und Nersingen bis Leipheim; die Vorwahlen lauten 07308 und 0731.