Über die Postleitzahl 89278
Nersingen ist eine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Mittelschwaben, rund 10 Kilometer ostnordöstlich von Neu-Ulm nahe der Donau gelegen; zu ihr gehören die Ortsteile Leibi, Oberfahlheim, Straß und Unterfahlheim sowie die Weiler Glassenhart und Lohhof.
In verlandeten Donauarmen bei Nersingen kamen ein spätbronzezeitliches Schwert vom Typ Rixheim sowie mehrere jüngere Griffzungenschwerter zum Vorschein, dazu weisen ein Wagengrab mit einem Pferdepaar sowie zahlreiche Hügelgräber aus der Hallstattzeit auf eine frühe Oberschicht in der Gegend hin. Um das Jahr 40 errichteten die Römer westlich des Orts an einer alten Furt ein Kleinkastell zur Sicherung der Donaugrenze. 1525 stieß bei der Mündung der Biber, an der Grenze des heutigen Unterfahlheim zu Leipheim, ein Aufgebot des Schwäbischen Bundes unter Georg von Waldburg-Zeil auf rund 5000 aufständische Bauern des Leipheimer Haufens, denen auch Nersinger angehörten, und besiegte sie vernichtend.
Zu den Bauten zählen das denkmalgeschützte Bräuhaus Seybold im Backsteinstil, die Rokokokirche St. Johann Baptist von 1748 in Straß und die gotische Kirche St. Dionysius in Oberfahlheim, wo auch ein Museum für bildende Kunst untergebracht ist. Größere Arbeitgeber sind die Hilti Kunststoff GmbH in Straß und Maka Systems.
Auf 24,2 km² kommen 9.396 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 388 je Quadratkilometer. Nachbarplätze sind Neu-Ulm, Elchingen, Pfaffenhofen an der Roth, Leipheim und Bibertal; die Vorwahl lautet 07308.