Über die Postleitzahl 89296
Osterberg ist eine Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm in Bayern und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt; zu ihr gehören der Hauptort und der Ortsteil Weiler.
Osterberg war Sitz der gleichnamigen Freiherrenherrschaft und kam 1806 mit der Rheinbundakte zu Bayern; aus dem Patrimonialgericht von 1818 ging 1848 die heutige politische Gemeinde hervor. Schon 1225 ist eine inzwischen abgegangene Marienkirche im Besitz des Klosters Elchingen belegt. Durch Erbteilung erhielt Gaudenz von Rechberg 1507 Osterberg, Weiler und Wolfenstall und ließ ab 1535 anstelle des baufälligen alten Gotteshauses die neue Kirche St. Maria sowie, auf einer Bergzunge über dem Ort, das bis ins frühe 17. Jahrhundert gewachsene Schloss Osterberg errichten, zu dem Hohes und Niederes Schloss, Amts- und Gärtnerhaus sowie ein Leutehaus mit Remisen gehören. 1679 ging die Herrschaft durch Verkauf der Rechberger an Johann Michael von Röfingen zu Bühl über, dessen Nachkommen 1712 in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurden; 1816 ging das Schlossgut an die Familie von Ponickau über, später an die von Malsen-Ponickau, die es 1995 verkauften.
Der Ortsteil Weiler war 1455 bereits Besitz derer von Rechberg-Hohenrechberg zu Kellmünz und blieb bis 1978 eine eigenständige Gemeinde; seine 1674 errichtete und 1698 erweiterte Kapelle St. Johannes Baptista entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort. Sehenswert im Hauptort sind, obgleich nicht öffentlich zugänglich, das Schloss Osterberg sowie die Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Im Ort gibt es unter anderem eine Brauerei; das Straßennetz führt über die Kreisstraße NU 7 nach Oberroth im Norden und weiter zur Autobahn A7 bei Dettingen an der Iller. Auf 13,8 km² kommen 950 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 69 je Quadratkilometer. Nachbarplätze sind Babenhausen, Pleß, Winterrieden, Altenstadt, Kellmünz an der Iller und Oberroth; die Vorwahl lautet 08333.