Über die Postleitzahl 90617
Im östlichen Rangau, direkt an der Bahnstrecke Fürth–Würzburg, liegt die kleine Gemeinde Puschendorf im Landkreis Fürth, die aus nur einem einzigen Pfarrdorf besteht und diese Postleitzahl bildet. Im südlichen Teil des Gebiets verläuft der Fembach, ein kleiner Nebenbach der Zenn.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1348 in Steuerakten des Bistums Bamberg, das Bestimmungswort seines Namens ist wohl der Familienname Busch. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte Puschendorf dem Kartäuserkloster Marienzell in Nürnberg, dessen Rechte später auf das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg übergingen, die bis zum Ende des Alten Reichs alleiniger Grundherr blieb. Die alte Handelsstraße von Nürnberg nach Frankfurt führte über Burgfarrnbach, Veitsbronn und Emskirchen durch den Ort und prägte seine Entwicklung; der Gasthof zum Roten Ochsen diente einst als Pferdewechselstall und Herberge für Fuhrleute. Wo heute die Ortskirche St. Wolfgang steht, befand sich früher der Burgstall Puschendorf.
2.196 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 3,4 km², das ergibt eine hohe Dichte von 643 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Herzogenaurach, Tuchenbach, Veitsbronn, Langenzenn und Emskirchen.