Über die Postleitzahl 91230
Am Ostrand jener Hügellandschaft der Frankenalb, die als Hersbrucker Schweiz bekannt ist, liegt die Gemeinde Happurg, deren Gebiet nahezu vollständig unter der Postleitzahl 91230 zusammengefasst ist. Zu ihr gehören die Gemeindeteile Förrenbach, Kainsbach, Thalheim und Deckersberg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Happurg 1058 durch eine Altarweihe des Eichstätter Bischofs Gundekar II., festgehalten im Pontifikale Gundekarianum. Über dem Ort erhob sich einst die Burg Reicheneck, seit dem Hochmittelalter Sitz der Schenken von Reicheneck, nach denen die Herrschaft benannt war. Von 1944 bis Kriegsende bestand im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg mit dem Tarnnamen „Dogger“, dessen Häftlinge in der Houbirg ein nie fertiggestelltes Stollensystem für Flugzeugmotoren graben mussten – die Stollen sind bis heute nur mit Sondergenehmigung zugänglich. 1958 ging das Pumpspeicherkraftwerk Happurg mit seinem Oberbecken auf dem Deckersberg nach mehrjähriger Bauzeit ans Netz, heute prägen der Happurger See und ein Naturlehrpfad die Umgebung.
3.623 Menschen leben auf 42,5 km², was 85 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Über die Bundesstraße 14 ist Happurg zu erreichen, benachbart liegen Hersbruck und Pommelsbrunn.