Über die Postleitzahl 91217
Die Kleinstadt Hersbruck, Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und Teil der Metropolregion Nürnberg, bildet fast vollständig diese Postleitzahl. Zu ihr gehören neben der historischen Altstadt Gemeindeteile wie Altensittenbach, Ellenbach, Weiher, Großviehberg, Kühnhofen, Leutenbach und Hagenmühle, von denen mehrere erst im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliedert wurden.
Die erste schriftliche Spur Hersbrucks findet sich in einer Chronik des Klosters Bergen aus dem 14. Jahrhundert: Sie nennt Ländereien rund um den Ort als Teil der Ausstattung, die dem 976 gegründeten Kloster mitgegeben wurde. 1011 schenkte König Heinrich II. den Ort dem neuen Bistum Bamberg, ehe Hersbruck 1506 an die Reichsstadt Nürnberg fiel und erst 1806 zu Bayern kam. Die Stadt blickt auf eine über 600-jährige Brautradition zurück und war im 18. Jahrhundert Sitz von mehr als hundert brauberechtigten Bürgern; auch der Hopfenanbau lässt sich bis um 1300 zurückverfolgen. Das Deutsche Hirtenmuseum in der Altstadt ist das einzige seiner Art in Deutschland, und am 6. Januar wird dort bis heute der Hirtentag gefeiert. Im Gemeindeteil Altensittenbach dokumentiert ein bedeutendes Urnengräberfeld eine Besiedlung bereits um 1100 vor Christus.
Zur Postleitzahl zählen 12.366 Einwohnerinnen und Einwohner auf 22,8 km², das entspricht einer Dichte von 542 Einwohnern je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 14 und die nahe Anschlussstelle Lauf/Hersbruck der A9 ist die Stadt an das Fernstraßennetz angebunden; Nachbarorte sind unter anderem Happurg, Reichenschwand und Vorra.