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An der Grenze zur Oberpfalz, rund 60 Kilometer nordöstlich von Nürnberg, liegt der Markt Neuhaus, benannt nach dem Fluss Pegnitz und zum Landkreis Nürnberger Land gehörend. Ein schmaler Landstreifen der Gemeinde um den Ortsteil Mosenberg reicht dabei weit nach Osten hinein und wird wegen seiner Form als „Wurmfortsatz des Nürnberger Landes“ bezeichnet.
Namensgebend war die nahe Burg Veldenstein: Sie gelangte als Stiftung an das 1008 errichtete Bistum Bamberg und wurde 1269 erstmals als „novum castrum“ – lateinisch für das neue Haus – urkundlich genannt. Als Amts- und Residenzburg der Bamberger Fürstbischöfe wuchs der Ort bis 1470 auf 38 Anwesen. Unter Bischof Weigand von Redwitz erhielt Neuhaus im 16. Jahrhundert Marktrechte und ein eigenes Brauhaus. Bis heute besteht das Kommunalbraurecht: In mehreren Gaststätten zeigt ein am Haus hängender Bierstern an, wo das Kommunbier ausgeschenkt wird. Sehenswert sind neben der Burg auch die Maximiliansgrotte und weitere Höhlen im nahen Kalkgestein.
2.721 Menschen leben auf 21,5 km², das entspricht 127 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Velden, Pegnitz, Auerbach in der Oberpfalz und Königstein.