Über die Postleitzahl 91301
Forchheim, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Süden Oberfrankens, wird als „Eingangstor zur Fränkischen Schweiz“ bezeichnet und liegt zwischen Bamberg und Nürnberg an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg und am Main-Donau-Kanal. Sie ist mit Abstand die einwohnerstärkste Kommune des Landkreises.
Im 8. und 9. Jahrhundert entstanden hier ein fränkischer Königshof und eine Pfalz; 805 wurde der Ort im Diedenhofener Kapitular Karls des Großen als „Foracheim“ erstmals urkundlich erwähnt. Höhepunkt der Pfalzgeschichte war das Jahr 900, als der erst sechsjährige Ludwig das Kind hier zum König gekrönt wurde; 911 kürten die Fürsten hier mit Konrad I. den ersten König des Ostfrankenreichs nach dessen endgültiger Teilung – ein Ereignis, mit dem nach verbreiteter Lesart die eigenständige deutsche Geschichte beginnt. Der historische Stadtkern mit der Forchheimer Burg, der sogenannten Kaiserpfalz aus dem 14. Jahrhundert, und dem Rathaus mit Schnitzereien von Hans Ruhalm beherbergt heute das Archäologiemuseum Oberfranken. Vier Brauereien, darunter die seit 1554 bestehende Brauerei Neder, pflegen bis heute die lange Bierbrautradition der Stadt.
Auf 44,4 km² zählt Forchheim 32.023 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 721 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Baiersdorf, Eggolsheim, Kirchehrenbach und Weilersbach.