Über die Postleitzahl 92262
Zwischen den Autobahnausfahrten Alfeld und Sulzbach-Rosenberg an der A 6, etwa 50 Kilometer von Nürnberg entfernt, bildet die Gemeinde Birgland fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl im nordwestlichen Landkreis Amberg-Sulzbach. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang an und entstand im Zuge der Gebietsreform aus fünf zuvor selbstständigen Dörfern, Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend; 1978 kam noch Sunzendorf hinzu. Von den heute 42 Gemeindeteilen tragen viele wie Aicha, Betzenberg, Riedelhof und Troßalter noch die Geschichte eigenständiger Dörfer der wittelsbachischen Herzogtums Sulzbach in sich.
Oberhalb der Gemeinde liegt die Ruine der Burg Lichtenegg, vermutlich vom 11. zum 12. Jahrhundert erbaut und einst Stammburg der Preysings; von ihrem Standort reicht der Blick über gleich mehrere Mittelgebirge der Region hinweg. Schon die Kelten sollen die Anhöhe vorgeschichtlich als Fliehburg genutzt haben. Bis 1777 unterstanden die Dörfer der Landeshoheit des Kurfürstentums Pfalzbaiern und gehörten zum Landrichteramt Sulzbach; nach dem seit 1652 geltenden Simultaneum teilten sich in Orten wie Aicha und Betzenberg katholische und evangelische Gemeinden dieselbe Pfarrzugehörigkeit nach Heldmannsberg beziehungsweise Fürnried. Birgland zählt zu den Gemeinden im Nordwesten der Oberpfalz, in denen die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist, mit eigenen Kirchen in Schwend, Poppberg und Fürnried.
Auf 62,2 km² leben in dieser Postleitzahl 1.876 Menschen, das sind 30 je Quadratkilometer. Der Ortsteil Wolfertsfeld war um 1600 noch das drittgrößte Dorf der Gegend und zählt heute zu den kleinsten Gemeindeteilen.