Über die Postleitzahl 93089
Über dem Tal der Großen Laber liegt Aufhausen, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Sünching im Landkreis Regensburg, mit den Ortsteilen Hellkofen, Petzkofen und Triftlfing. Der Ort wurde bereits 769 als „Ufhusin“ erstmals schriftlich erwähnt und diente schon früh als Gerichtssitz für die Dörfer der Umgebung; nach einer erfolglosen Belagerung Regensburgs nahm Kaiser Otto I. hier im November 953 sein Winterquartier.
Bis 1803 war Aufhausen als Hofmark des Regensburger Domkapitels Sitz eines Pfleggerichts. Im späten 17. Jahrhundert gründete der örtliche Pfarrer Johann Georg Seidenbusch das Wallfahrtskloster Maria Schnee, dessen heutige Kirche 1736 vom Baumeister Johann Michael Fischer errichtet wurde; ihr Name geht auf eine Legende zurück, nach der ein römischer Patrizier mitten im Sommer einen schneebedeckten Hügel als Bauplatz für eine Marienkirche fand. Während des Spanischen Erbfolgekriegs blieb Aufhausen dank eines besonderen Schutzbriefs Kaiser Leopolds I. von jeder Besetzung verschont. Im Ortsteil Triftlfing steht ein Hofmarkschloss, das erstmals 1287 erwähnt und nach einem Brand 1726 neu aufgebaut wurde.
Auf 27,2 km² zählt die Gemeinde 1.868 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 69 je km². Nachbarorte sind unter anderem Hagelstadt, Mintraching und Sünching.